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Liberale Senioren Rheinland-Pfalz

Eckpunkte

Eckpunkte Liberaler Seniorenpolitik

VORWORT

Unsere Gesellschaft braucht den Schwung der Jungen ebenso wie die Kompetenz und Erfahrung der Älteren. Liberale schaffen den Rahmen für ein selbstbestimmtes Leben – in jedem Alter. Unsere Vision ist eine Gesellschaft der Chancen ohne Altersgrenzen. Grundlage dafür ist eine neues Altersbild geprägt von der Freude an der eigenen Leistung, aufgeschlossen für ein verständnisvolles Miteinander der Generationen. Aktiv, selbstbewusst und eigenverantwortlich – ein differenziertes und zukunftsweisendes Bild des Alters jenseits von Pflegebedürftigkeit, Gebrechlichkeit und drohender Altersarmut. Nie war eine Altersgeneration so motiviert und an Teilhabe orientiert wie heute. Der demographische Wandel lässt sich nur als Chance nutzen, wenn wir die Potenziale der Älteren erkennen und erschließen. Die Liberalen Senioren Rheinland-Pfalz zeigen in ihren Eckpunkten erfolgversprechende Wege dazu auf. Ich bin dankbar für diese Initiativen und wünsche für die praktische Politik und die Umsetzung dieser Ideen viel Glück und Erfolg.

Detlef Parr, Bundesvorsitzender der Liberalen Senioren, April 2020


Wir stehen für ein Alltersübergreifendes Miteineinder, bei dem die Wahrung der Würde und Selbstbestimmung älterer Menschen in jeder Phase des Lebensweges geachtet werden soll.

Kathleen Fahrentholz, Vorsitzende der LiS RLP, im April 2020


ECKPUNKTE LIBERALER SENIORENPOLITIK

INHALT


1. Freiheit und Verantwortung kennen keine Altersgrenze

2. Selbstbestimmung und politische Teilhabe

3. Generationenübergreifende Politik

4. Pflege

5. Zusammenfassung



1. FREIHEIT UND VERANTWORTUNG KENNEN KEINE ALTERSGRENZE


Erklärtes Ziel liberaler Seniorenpolitik ist die Wahrung der Würde und der Selbstbestimmung der älteren Menschen in jeder Phase ihres Lebensweges.

Das gilt gerade deshalb, weil das Verständnis von Altern und Alter im Wandel begriffen ist. Die Gesellschaft braucht ein neues Bild vom Alter, das Abstand nimmt vom Alter als Zeit der Verluste und Risiken, der gesellschaftlichen Abwertung und der Befürchtung vor der sozialen Überforderung.

Diese gesellschaftliche Veränderung ist eine der großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Sie hat tief greifende Folgen nicht nur für Gesundheit, Rente und Pflege. Weit reichende Auswirkungen betreffen den Arbeitsmarkt ebenso wie die Bildung, die Familie, die Rechtsordnung und die Kommunalpolitik.

Die gewonnenen Jahre bewusst und selbstbestimmt gestalten.
Verantwortung übernehmen und Partner der Politik sein.

Für die Liberalen Senioren steht die verantwortliche Mitarbeit der älteren Generation an den gesellschaftlichen Entwicklungen im Vordergrund. Sie setzt aber eine substanzielle politische Teilhabe voraus.

Die Themen der Seniorenpolitik stehen immer im Zusammen-hang mehrerer Politikfelder und müssen als Querschnittsaufgabe betrachtet werden. Zur Klärung des eigenen Standortes der LIBERALEN SENIOREN soll diese Auflistung der Eckpunkte dienen.



2. SELBSTBESTIMMUNG UND POLITISCHE TEILHABE


Den Kern liberaler Seniorenpolitik bildet die persönliche Freiheit und Selbstbestimmung auch im Alter. Diese Forderung ist auch ein Aufruf zu mehr Selbstwertgefühl, zur Bewahrung von Selbstständigkeit, zu einem Selbstbewusstsein, das sich mit Verantwortungsbewusstsein für andere verbindet.

Es sollte auch in KrisenZeiten im Vordergrund bleiben.

Wie jeder Bürger ist der ältere Mensch eine zu respektierende Person auch in Krankheit und Leid und nicht lediglich ein der staatlichen Fürsorge unterworfenes Objekt.

Selbstbestimmung im Alter setzt Mitbestimmung voraus, im Sinne von Mitwirkungsmöglichkeiten in Gesellschaft und Politik. Wir fordern politische Teilhabe nicht nur bei Seniorenbeiräten und verbindlichen Anhörungen, sondern auch durch angemessene Repräsentanz in den Entscheidungsgremien.


3. GENERATIONENÜBERGREIFENDE POLITIK


Wir Älteren können zurückblicken auf die Zeit, in der wir jung waren und wir können hinausblicken in die Welt, in der unsere Kinder und Enkel leben werden.

Darin liegt die besondere Verantwortung der älteren Generation. Aus dieser Verantwortung heraus fordern die Liberalen Senioren Nachhaltigkeit in allen wichtigen Bereichen der Politik, nicht nur mit Blick auf die Umwelt.

Wir brauchen dauerhafte Lösungen:

Nachhaltigkeit in der Finanzpolitik,
weil wir aus Erfahrung wissen, dass mangelnde Haushaltsdis-ziplin die Grundlagen für die Zukunft unterminiert,

Nachhaltigkeit in der Bildungspolitik,
weil wir erfahren haben, dass nur Allgemeinbildung im besten Sinne des Wortes einen jungen Menschen in die Lage versetzt, sein Leben sinnvoll und eigenverantwortlich zu führen,

Nachhaltigkeit in der Familienpolitik,
weil Kinder die Zukunft sind. Dabei bleibt die Unterstützung
hilfsbedürftiger älterer Menschen eine selbstverständliche Aufgabe der Jüngeren.

Einer verantwortlichen generationenübergreifenden Politik
kommt entgegen, dass die heutigen Jugendlichen über ein ausgeprägtes Problembewusstsein gegenüber dem demografischen Wandel verfügen.



4. PFLEGE

Die Pflege alter Menschen kann nicht mehr wie bisher funktionieren.

Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird in Zukunft die häusliche Pflege von älteren Familienangehörigen verstärkt in das Blickfeld rücken, auch ehrenamtliche Hilfe wird verstärkt genutzt werden müssen. Für die meisten Menschen wird die Unterbringung im Heim eine Notlösung bleiben. Das Angebot
bestehender Einrichtungen entspricht oft nicht den Bedürfnissen von Pflegebedürftigen.

Forderungen:

• Verbesserungen im Umfeld und Vorfeld der Pflege (z.B. Unterstützung für organisierte Haushaltshilfen und haushaltsnahe Dienstleistungen)

• Ausweitung der Steuervorteile für alle Privaten, die Pflegekräfte oder andere Dienstleister beschäftigen

• Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit

• Bessere Abstimmung der ambulanten, teil-stationären und stationären Pflege unter den Beteiligten: Angehörige, Ärzte, unterstützende Dienste, Einrichtungen


ZUSAMMENFASSUNG


„Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein (Perikles).“

Für die Liberalen Senioren steht die verantwortliche Mitarbeit der älteren Generation an den gesellschaftlichen Entwicklungen im Vordergrund. Sie setzt aber eine substanzielle politische Teilhabe voraus.

Wir wollen das Bewusstsein stärken, dass ohne die aktive Mitwirkung der älteren Generation die anstehenden Aufgaben nicht bewältigt werden können. Auch Senioren mit
Migrationshintergrund sind gefordert, daran mitzuwirken.

Die Integration von seniorenpolitischen Themen in alle liberalen Programme hat eine wichtige Funktion für die Zielgruppe der älteren Bürger. Eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Kommunen ist Voraussetzung für Investitionen in das Leben und Wohnen im Alter, die auch kommenden Generationen zugute kommen.

Die Liberalen Senioren fordern, dass die programmatischen Aussagen der FDP en demographischen Wandel und die berechtigten Bedürfnisse der Älteren berücksichtigen.

Die FDP will und muss den älteren Wählern deutlich zeigen, dass sie als liberale Partei glaubwürdig für ältere Menschen eintritt.

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